Kurz nach dem 400B wurde der 800B Anfang 1984 eingeführt, um den alternden 800 zu ersetzen. Diesmal wurde beschlossen, die Anwendungen aufzuteilen und zwei separate Produkte für die Recording- und Live-Industrie auf den Markt zu bringen: Der 800B als Live-Version und die Series 1600, die später im selben Jahr eingeführt wurde, für den Recording-Bereich. Tatsächlich unterschieden sich die Produkte nur durch den Namen und die Bestückung anwendungsspezifischer Module – sie waren wirklich das erste Beispiel für fokussiertes Marketing.
Der 800B war die erste Konsole, die Soundcraft wirklich als Marktführer in den professionellen PA-Vermiet- und Theatersoundmärkten etablierte. Es waren zwei Versionen erhältlich – House und Monitor – die die Funktionen des 800 auf volle 16 Busse erweiterten, mit 8 Subgroups und 8 Aux-Sends beim Front-of-House sowie 8 Sends plus 4 Auxes und Stereo-Mix bei der Monitor-Version. Am dedizierten PA-Eingang waren die 8 Aux-Sends über einzelne Regler zugänglich, anstatt der bisherigen Praxis, 4 Regler mit Shift-Schaltung zu verwenden – dies war ein revolutionärer Fortschritt bei der Anzahl der verfügbaren Busse und spiegelte die immer größer werdende Komplexität von Live-Soundsystemen wider. Eine weitere Innovation war das Output-Modul: Es war in zwei Versionen erhältlich, eine mit Effects-Return, die andere mit Matrix-Output, um weitere 8 Mixes aus den 8 Groups zu erstellen. Ein EQ-Abschnitt konnte vom Group-Pfad zum FX-Return oder zur Matrix-Sektion umgeschaltet werden. In seiner Blütezeit war der 800B ein häufig anzutreffendes Gerät in vielen mittleren PA-Vermietern sowie dauerhaft in vielen Theatern installiert – die Matrix-Option erwies sich als wertvoll für die Kontrolle des Schalls in diesen Multi-Speaker-Umgebungen.
Die Monitor-Version war häufig zur Bühnenbeschallung bei den Top-Rock-and-Roll-Tourneen der Zeit anzutreffen.
Der 1600 war der Recording-Partner des 800B und verwendete das gleiche Gehäuse, aber unterschiedliche Modulbestückung und integrierte eine optionale Patchbay mit Multitrack-Schnittstelle. Der 1600 passte in das Sortiment zwischen dem 400B und dem 2400, wobei das Rahmen-Design eine Familienähnlichkeit mit dem 2400 aufweist.
Der 1600 war für 8 oder 16 Spuren-Recording mit seinen 8 Bussen und 16 integrierten Monitor-Returns ausgelegt, konnte aber auch 24-Spuren mit Hilfe des bewährten 24-Spuren-Monitor-Moduls handhaben, das auch als Effects-Return fungieren konnte.
Eine Patchbay-Version wurde dem Sortiment hinzugefügt und als „1600 Producer" vermarktet – dies wurde erfolgreich von Händlern wie Turnkey als „Producer Package" zusammen mit den Bandmaschinen der Serie 380 und 760 der Schwestergesellschaft Soundcraft Magnetics verkauft.


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